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e-Geography

 
Digitization has become one of the most cited central concepts of our time and is seen as one of the great tasks of the future. In geography, various aspects of this topic are usually investigated by referring to concepts such as "geomatics", "geo-communication", or "geoinformatics". Research topics are not only the mapping and analysis of socio-ecological and social conditions and processes, but also the changes caused by digitization itself.
 
At the Physical Geography chair group at Freiburg, e-Geography is concerned with geographic information systems, remote sensing, and spatial data management, in particular the setting up and maintaining of spatial information databases. Emphasis is placed on application in areas such as environmental research and environmental planning. In this context, not only the scientific research perspective plays a role, but also the question of the sustainability of education and knowledge transfer. These aspects are studied as part of developing the e-learning platform webgeo.de and the virtual research environment tambora.org. At the same time, developments in the field of social media are becoming increasingly important, with novel forms of data mining such as crowdsourcing and digital data-harvesting forming part of e-Geography research.

In human geography, researchers at Freiburg University develop digital corpus linguistic methods for discourse analysis. These also incorporate analyzes of social media, such as Twitter and blogs, as well as digitized print media corpora (see research Discourse Studies in Human Geography).

 

Projects related to e-Geography


  • Digital Geopolitics: Geopolitical imaginations of the „New Right“ in digital media (DFG 2021–2024)
    Project Manager
    Wiertz T, Schopper T (Team)
    Start/End of Project
    01.03.2021 until 28.02.2024
    Description
    Extrem rechte Weltbilder haben in den vergangenen Jahren maßgeblichen Einfluss auf den gesellschaftlichen Diskurs in Deutschland genommen, und die Verstärkungsmechanismen digitaler und sozialer Medien erweitern das potenziell erreichbare Publikum für entsprechende Weltbilder enorm. Die „Neue Rechte“ hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Potenzial für sich zu nutzen, um (alte) nationalistische, menschenfeindliche und autoritäre Denkmuster in Gesellschaft und Politik wieder salonfähig zu machen. Doch wie genau funktioniert diese Diskursproduktion? Welche Themen greift die „Neue Rechte“ auf und wie bezieht sie sich auf aktuelle Themen wie Migration, Grenzen, Gesundheit oder Naturschutz? Welche Rolle kommt digitalen Medien und ihrer Tendenz zu multimodalen und affektbetonten Äußerungen zu? Diesen Fragen wird das Forschungsprojekt über drei Jahre lang nachgehen und dazu systematisch Äußerungen auf Blogs, Twitter, Telegram und Youtube auswerten. Ziel ist es, geopolitische Motive und die mit ihnen verknüpften Affekte zu identifizieren und deren Resonanz und Verbreitung im Raum digitaler Medien zu analysieren. Thematisch leistet das Projekt damit einen Beitrag zur aufkommenden Auseinandersetzung mit „Neuen Rechten“ Bewegungen in der Politischen Geographie sowie zu aktueller Forschung über die mediale Vermittlung geopolitischer Leitbilder im Sinne der Popular Geopolitics. Theoretisch knüpft das Projekt an diskursanalytische Arbeiten in der Politischen Geographie an, entwirft jedoch ein assemblagetheoretisches Diskurskonzept, dass neben inhaltliche Regelhaftigkeiten die Affektpotenziale von Äußerungen sowie ihre mediale Resonanz und Zirkulation in die Analyse einbezieht. Um ein solches Konzept methodisch umzusetzen und den Besonderheiten digitaler Medien Rechnung zu tragen, kombiniert das Projekt quantitative und qualitative Methoden aus Diskurs-, Affekt- und Medienforschung. Mithilfe digitaler Verfahren wird so eine Forschungsdatenbank im Umfang von ca. 30 Mio. Tweets, 10.000 Blogbeiträgen und 1.500 Youtube-Videos erstellt. Im ersten, quantitativen Analyseschritt werden politische Themen und Ereignisse identifiziert, auf die sich Beiträge der „Neuen Rechten“ im Untersuchungszeitraum beziehen. Es folgt eine qualitativen Detailanalyse für drei ausgewählte Themen, um geopolitische Motive und die mit ihnen verknüpften Affekte zu identifizieren. Diese werden in einem dritten Schritt auf ihre Resonanz und Zirkulation in den analysierten Medien untersucht. Über den Verlauf, die Methodik und die Ergebnisse des Forschungsprojekts berichten wir regelmäßig auf dem Projektblog. [https://human.geographie.uni-freiburg.de/blog/]
    Contact Person
    Wiertz T
    Email: digital.geopolitics@geographie.uni-freiburg.de
    Financing
    DFG
  • Theoretische und methodische Perspektiven für eine digitale Diskursforschung
    Project Manager
    Wiertz T, Mattissek A, Schopper T (Team)
    Start/End of Project
    since 01.01.2016 (unlimited)
    Description
    Diskursanalytische Arbeiten in der Humangeographie haben an vielfältigen Beispielen die sprachliche Konstruktion und Repräsentation räumlicher Prozesse herausgearbeitet. Bislang kaum betrachtet wurden dabei die theoretischen und methodologischen Herausforderungen, die sich aus der Verlagerung gesellschaftlicher Kommunikation in den Raum digitaler und sozialer Medien ergeben. Das Projekt erarbeitet theoretische und methodische Ansätze, um die technisch-materielle Dynamik der Verteilung von Äußerungen im digitalen Raum ins Verhältnis zu sprachlich-symbolischen Verknüpfungen zu setzen. Dabei bezieht es sich auf die philosophischen Arbeiten von Gilles Deleuze und Felix Guattari und aktuelle Diskussionen um Assemblagetheorie und Affektforschung in der Geographie. Methodisch greift das Projekt aktuelle Entwicklungen in Korpuslinguistik, Natural Language Processing, Machine Learning und quantitativer Netzwerkforschung auf, um das Methodenset der humangeographischen Diskursforschung weiterzuentwickeln.
    Contact Person
    Wiertz T, Mattissek A
    Email: thilo.wiertz@geographie.uni-freiburg.de
    Financing
    Eigenmittel