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Exkursionen im MSc. Globaler Wandel

Das Modul Internationale Dimensionen des Globalen Wandels umfasst eine 1-2 wöchige Exkursion. Bitte beachten Sie, dass die Exkursionsplanung in Abhängigkeit der Jahrgangsgröße, aktueller Forschungsprojekte, der Lehrkapazitäten und kontextueller Umstände sehr komplex ist. Es kann daher nicht garantiert werden, dass eine ausgewogene Auswahl angeboten wird und dass alle Studierende einen Platz in ihrer Wunschexkursion erhalten. Für die Exkursion fallen in Abhängigkeit von Exkursionsziel und Gruppengröße Kosten an, die von den Studierenden privat getragen werden müssen. Die genaue Höhe der Kosten entnehmen Sie bitte den Exkursionsbeschreibungen. Beachten Sie, dass gegebenenfalls eine Anzahlung zu einem früheren Zeitpunkt notwendig sein wird.

Weitere Informationen zu Geländeveranstaltungen und Fernreisen im Studium

Exkursionen für den Jahrgang 2023/24

Italien

Italien, geplanter Zeitraum: September 2024

Prof. Dr. Annika Mattissek, Prof. Dr. Paul Reuber (Uni Münster), Jan David Schmidt (Uni Münster)

Kurzbeschreibung
Das Modul „Internationale Dimension des Globalen Wandels“ wird voraussichtlich Anfang September als Exkursion inklusive eines Vorbereitungsseminars in Italien durchgeführt. Ziel der Veranstaltung ist es, regional spezifische Prozesse als Ausdruck von globalen Einflüssen einerseits und lokal spezifischen Pfadabhängigkeiten und Kontextbedingungen andererseits zu analysieren. Dabei werden v.a. humangeographische bzw. politisch-geographische Konzepte und Perspektiven zur Anwendung kommen. Inhaltlich werden die folgenden Themen Schwerpunkte der Geländeveranstaltung sein, wobei die genaue Schwerpunktsetzung noch festgelegt wird:

  • Politische Geographien von Migration und EU-Außengrenzen
  • Populismus; neue und alte rechte politische Strömungen und Raumproduktionen
  • Umweltrisiken und Umweltwandel, z.B. Dürre, Erdbeben oder Vulkanismus
  • Soziale Disparitäten in der italienischen Gesellschaft, die sich u.a. in regionalen Unterschieden oder städtischen Segregations- und Polarisationsprozessen zeigen
  • Stadtgeographische Themen, z.B. am Beispiel von Rom oder Neapel


Kosten: Der Teilnahmebetrag für Transfers mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Reisebussen, Führungen, Eintritte, Übernachtungen und Teile der Verpflegung beträgt ca. 750 Euro. Hinzu kommt die individuell zu organisierende An- bzw. Abreise.
Die Lehrveranstaltung wird in Kooperation mit der Uni Münster durchgeführt. D.h. die Hälfte der TeilnehmerInnen kommt aus Münster, die andere Hälfte aus Freiburg.

 

USA

Ecotopia revisited – globaler Wandel in Cascadia, geplanter Zeitraum: Sommer 2024

Prof. Dr. Rüdiger Glaser, Michael Kahle

Kurzbeschreibung

„Ecotopia“ war ein Zukunftsroman von Ernest Callenbach aus dem Jahre 1975, in dem eine utopistische, auf Nachhaltigkeit und Ökologie basierende Gesellschaft im Jahr 1999 beschreibt. Verortet ist Ecotopia in Cascadia, einem Korridor, der sich von Vancouver in Kanada über Seattle bis Portland in den USA erstreckt. Der Begriff wurde in vielen regionalen Darstellungen für Nordamerika zu einem ähnlichen Synonym wie Rust-Belt oder Sun-Belt.

Ecotopia ist heute ein transnationaler Korridor, der für vielfältigste Gegensätze steht. Zum einen verdichtete urbane Räume und Conurbationen , zum anderen landwirtschaftlich geprägte, rurale Regionen. In „digital Forest“ sind globale IT-Marken aktiv, Holzwirtschaft und Energiegewinnung prägen die Region, andererseits umfasst sie Nationalparks und steht für Outdoor-Aktivitäten und Recreation. Globale Marken wie Nike und Columbia setzen auf dieses Image auf. Ökologisch ergeben sich beeindruckende Profile von den Regenwäldern der Mittelbreiten in die semi-ariden Plateaus entlang des Columbia Rivers. Mit Fraser-Delta, Fjorden, Kliffküsten, aber auch Flutbasalten, der Vulkankette mit Mt.St.Helens und der Missoula Flood sind einzigartige Landschaften vorhanden bzw. geschaffen worden. Geprägt ist dieser Raum von der indigenen Bevölkerung, der europäischen Okkupation im Rahmen des Oregon Trails, frühen wissenschaftlichen Expeditionen und neueren Migrationsbewegungen aus dem pazifischen Raum und Mexiko. In California Canada werden Filme produziert, Portland brüstet sich nicht nur mit einer eigenen Musikszene, sondern ist auch Green City und gilt als lebenswerteste Stadt der USA – trotz vielfältiger Altlasten, Seattle steht für Wirtschaftsdynamik.

Auf der Geländeübung werden diese Facetten aufgegriffen und in den Kontext des Globalen Wandels gestellt. Welche Impulse gehen von dieser Region aus und wie ist sie selbst davon betroffen und geprägt? Das Modul wird Ende August bis Anfang September durchgeführt, je nach Zahl der Teilnehmenden per Bus oder mit kleineren Vans (Selbstfahrer:innen).

Kosten: Für Transfer, Fahrten, Eintritte, Exkursionsführer und Übernachtungen (überwiegend Viererzimmer) wird ein Betrag von ca. 900 € fällig. Hinzu kommen die Kosten für Verpflegung sowie die An- und Abreise, die individuell zu tragen sind.

Exkursionen für den Jahrgang 2022/23

Thailand & Kambodscha: 16.02. - 01.03.2023

Thailand & Kambodscha, geplanter Zeitraum: 16.02. - 01.03.2023

Prof. Dr. Annika Mattissek, Robert John, Prof. Dr. Paul Reuber

Kurzbeschreibung

Südostasien ist derzeit von massiven gesellschaftlichen Umbrüchen gekennzeichnet, in denen sich vielfältige Einflüsse und Prozesse des globalen Wandels spiegeln: Bevölkerungswachstum, hohe Urbanisierungsraten und Landflucht, ein starkes Wirtschaftswachstum, ein vor der Corona-Pandemie boomender Tourismus und der Einfluss Chinas sind allgegenwärtig. Gleichzeitig zeigen sich auch die Schattenseiten (ökonomischer) Entwicklung, z.B. in Form von gravierenden sozialen und politisch-geographischen Polarisierungen sowie Umweltveränderungen und -schäden in unterschiedlichsten Bereichen (Entwaldung, Flächenversieglung, Veränderungen von Flüssen und Küsten durch Sandabbau etc.). Die Exkursion behandelt diese Themenbereiche und Spannungsfelder an unterschiedlichen Beispielen innerhalb der urbanen und ruralen/peripheren Regionen Thailands und Kambodschas (mit einem Schwerpunkt auf Kambodscha) und bezieht dabei auch Termine mit lokalen Akteuren und Institutionen ein. Theoretisch und methodisch greifen wir auf unterschiedliche Ansätze der Globalisierungsforschung und der Politischen Geographie, sowie auf qualitative und ethnographische Methoden zurück.

Die Exkursion finden in Kooperation mit der Universität Münster (Prof. Dr. Paul Reuber) statt, d.h. die Exkursionsgruppe ist aus Studierenden beider Universitäten zusammengesetzt.

Kosten: Die Studierenden reisen selbständig nach Bangkok (Thailand) an, die Exkursion endet in Kambodscha. Die Kosten für Übernachtungen, Transport vor Ort in Kambodscha, Eintritte, Führungen und Arbeitsmaterialien werden sich auf ca. 800 EUR belaufen.

 

Die Alpen: 06.08. - 16.08.2023

Die Alpen, geplanter Zeitraum: Spätsommer 2023

JProf. Dr. Jan Blöthe

Kurzbeschreibung

Der Aspekt des Klimawandels und dessen Folgen im Alpenraum stehen im Vordergrund der physisch-geographischen Themenkomplexe, die während der 14-tägigen Exkursion behandelt werden. Neben Gletscherschwankungen, Permafrostdegradation, gravitativen Massenbewegungen und alpiner Sedimentdynamik werden auch Aspekte der Wechselwirkungen dieser natürlichen Prozesse mit dem Menschen thematisiert. Vor allem dem Umgang mit Naturgefahren, sowohl katastrophalen Ereignissen, als auch schleichenden Veränderungen, wird im Zentrum der Exkursion stehen.

Die Exkursionsroute wird voraussichtlich von Freiburg über die Schweiz (Rhonetal) und Österreich (Inntal, Hohe Tauern) bis zur Zugspitze führen (Wettersteingebirge). Die Route wird mit Kleinbussen (PKW) zurückgelegt, die Übernachtung erfolgt in Hotels, Ferienwohnungen und Alpenvereinshütten, neben Seilbahnfahrten stehen auch Wanderungen im alpinen Hochgebirge auf dem Programm.

Kosten:Für Übernachtungen, Transport (gesamte Exkursionsstrecke), Eintritte, Seilbahnfahrten, etc. werden sich die Kosten auf ca. 800-900 € pro Person belaufen. Hinzu kommen selbst zu tragende Kosten für die Verpflegung.

Ghana: 06.08. – 19.08.2023

Ghana, geplanter Zeitraum: August 2023

Prof. Dr. Hartmut Fünfgeld, Friedrich Neu

Kurzbeschreibung

Die Republik Ghana wird aus Sicht der europäischen internationalen Politik immer wieder als „Musterland Afrikas“ bezeichnet. Wie kaum ein anderes Land Westafrikas verkörpert Ghana die zielstrebige Realisierung von Entwicklungspotenzialen mit Hilfe von Demokratisierung und Modernisierung nach den Vorstellungen multilateraler Institutionen der internationalen Zusammenarbeit. Vor Beginn der Corona-Pandemie war Gha-nas nationale Wirtschaftsproduktion nicht nur die zweitgrößte in Westafrika; Ghana zählte auch zu den zehn am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften weltweit. Diese rasante Entwicklung blieb jedoch nicht ohne Folgen: wenngleich in Ghana große Fortschritte bei der Armutsbekämpfung zu verzeichnen sind, profitieren nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen von Wirtschaftswachstum und der Verbesserung der Le-bensbedingungen. Ghana weithin als gefestigte Demokratie; dennoch liefern soziale Ungleichheit und be-ständige Machtungleichgewichte Anhaltspunkte, um die Erfolgsgeschichte Ghanas kritisch zu hinterfragen. Inhaltlicher Fokus der Exkursion wird die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen der Nutzung natürlicher Ressourcen im Süden und im Zentrum Ghanas sein, die im Spannungsfeld von postkolonialen Entwicklungspfaden, Fragen der Umweltgerechtigkeit und Dynamiken des Globalen Wandels thematisiert und diskutiert werden soll. Die teilnehmenden Studierenden werden die Möglichkeit haben, sich ein grund-legendes Verständnis aktueller gesellschaftlicher, ökonomischer und ökologischer Veränderungsdynamiken in Ghana zu erarbeiten. Dabei werden Konflikte um Ressourcennutzung, soziale Gerechtigkeit und globaler Umweltwandel anhand von Fallbeispielen und im Austausch mit relevanten Akteuren vor Ort thematisiert. Ausgangspunkt der Exkursion wird die Hauptstadt Accra sein, mit geplanten Aufenthalten in den Küstenre-gionen sowie in der Ashanti-Region.

Die Lehrveranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Department of Geography and Resource Develop-ment der University of Ghana durchgeführt.

Kosten: Die Studierenden reisen selbständig zum Start- und Endpunkt Accra an und ab. Die Kosten für Übernachtungen, Transport vor Ort in Ghana, Eintritte, Führungen und Arbeitsmaterialien werden sich auf ca. 800 EUR belaufen.

Exkursionen für den Jahrgang 2021/22

Die Alpen: 12.09. - 23.09.2022

Die Alpen, geplanter Zeitraum: 12.09. - 23.09.2022

JProf. Dr. Jan Blöthe

Kurzbeschreibung

Der Aspekt des Klimawandels und dessen Folgen im Alpenraum stehen im Vordergrund der physisch-geographischen Themenkomplexe, die während der 10-12-tägigen Exkursion behandelt werden. Neben Gletscherschwankungen, Permafrostdegradation, gravitativen Massenbewegungen und alpiner Sedimentdynamik werden auch Aspekte der Wechselwirkungen dieser natürlichen Prozesse mit dem Menschen thematisiert. Vor allem der Umgang mit Naturgefahren, sowohl katastrophalen Ereignissen als auch schleichenden Veränderungen, wird im Zentrum der Exkursion stehen.

Die Exkursionsroute wird voraussichtlich von Freiburg über die Schweiz (Rhonetal) und Österreich (Inntal, Hohe Tauern) bis zur Zugspitze führen (Wettersteingebirge). Die Route wird mit Kleinbussen (PKW) zurückgelegt, die Übernachtung erfolgt in Hotels, Ferienwohnungen und Alpenvereinshütten, neben Seilbahnfahrten stehen auch Wanderungen im alpinen Hochgebirge auf dem Programm.

Kosten: Für Übernachtungen, Transport (gesamte Exkursionsstrecke), Eintritte, Seilbahnfahrten, etc. werden sich die Kosten auf ca. 800-900€ pro Person belaufen. Hinzu kommen selbst zu tragende Kosten für die Verpflegung.

Südfrankreich: Terminänderung! 29.08. - 09.09.2022

Südfrankreich, geplanter Zeitraum: 29.08. - 09.09.2022

Prof. Dr. Tim Freytag

Kurzbeschreibung

Mit Schwerpunkten in Perpignan und Montpellier werden verschiedene humangeographische Aspekte der städtischen Entwicklung behandelt. Ein besonderes Interesse gilt in Perpignan der teilweise durch Armut der Bevölkerung geprägten Innenstadt und deren Transformationsprozessen sowie dem universitätsnahen Quartier Moulin-à-Vent. Weiterhin werden von Perpignan aus zwei Tagesexkursionen in die Umgebung des Roussillon im Binnenland und an der Küste unternommen. In Montpellier befassen wir uns v.a. mit der Sanierung und Entwicklung der historischen Innenstadt, der Entstehung neuer Stadtteile sowie Einkaufs- und Erlebniszentren, der besonderen Rolle von Star-Architektur sowie den aktuellen Plänen für die weitere Entwicklung des Agglomerationsraums einschließlich des Küsten- und Tourismusortes La Grande-Motte.

Kosten: Für Übernachtungen, Transport vor Ort im Exkursionsgebiet, Eintritte etc. werden sich die Kosten auf ca. 600-700 € pro Person belaufen. Hinzu kommen selbst zu tragende Kosten für die Hin- und Rückreise (ca. 200 Euro) und Verpflegung..

Frühere Exkursionen

Südfrankreich: 23.03. bis 04.04.2021

Südfrankreich

Prof. Dr. Tim Freytag

Kurzbeschreibung

Mit Schwerpunkten in Perpignan und Montpellier wurden verschiedene humangeographische Aspekte der städtischen Entwicklung behandelt. Ein besonderes Interesse galt in Perpignan der teilweise durch Armut der Bevölkerung ge- prägten Innenstadt und deren Transformations- prozessen sowie dem universitätsnahen Quartier Moulin-à-Vent. Weiterhin wurden von Perpignan aus zwei Tagesexkursionen in die Umgebung des Roussillon im Binnenland und an der Küste unternommen. In Montpellier hatten wir uns v.a. mit der Sanierung und Entwicklung der historischen Innenstadt, der Entstehung neuer Stadtteile sowie Einkaufs- und Erlebniszentren, der besonderen Rolle von Star-Architektur sowie den aktuellen Plänen für die weitere Entwicklung des Agglomerationsraums einschließlich des Küsten- und Tourismusortes La Grande-Motte befasst.

Die Exkursion ist als digitale Veranstaltung durchgeführt worden. Neben thematischen Inputs von Studierenden und Dozierenden, Filmen und anderen Erschließungsmaterialien und interaktiven Formaten wurde versucht, auch Expert*innen aus Frankreich zu integrieren.

Ostdeutschland: 01.03. bis 12.03.2021

Ostdeutschland

Prof. Dr. Annika Mattissek, Robert John

Kurzbeschreibung

Auch gut 30 Jahre nach der Wende sind Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland in Diskursen, Praktiken und Politiken virulent. Diese zeigen sich sowohl in persistenten Stereotypen und räumlichen Imaginationen, als auch in pfadabhängigen, geographisch relevanten Entwicklungen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Die Exkursion thematisierte ausgewählte Aspekte des globalen Wandels anhand von Beispielen aus Ostdeutschland und zeigte dabei auf, wie hier im Zusammenwirken zwischen globalen, nationalen und regional-lokalen Logiken und Pfadabhängigkeiten kontextspezifische Dynamiken entstehen. Konkret beschäftigten wir uns u.a. mit Fragen des Strukturwandels in den Bereichen Industrie, Landwirtschaft und Stadtentwicklung, rechten Bewegungen und Gegenbewegungen, Migration und der Rolle und Transformation der Braunkohlewirtschaft.

Die Exkursion ist als digitale Veranstaltung durchgeführt worden. Neben thematischen Inputs von Studierenden und Dozierenden, Filmen und anderen Erschließungsmaterialien und interaktiven Formaten kamen dabei insbesondere auch Expert*inneninputs- und -interviews zum Einsatz.

Die Exkursion fand in Kooperation mit der Universität Münster (Prof. Dr. Paul Reuber) statt, d.h. die Exkursionsgruppe war aus Studierenden beider Universitäten zusammengesetzt.

Schweiz: 04.10. bis 17.10.2021

Schweiz

Prof. Dr. Hartmut Fünfgeld, Anna Rudloff

Kurzbeschreibung

Weltweit stellen sogenannte Naturgefahren wie Stürme, Überschwemmungen oder Erdrutsche Menschen vor Herausforderungen, deren Ursachen ebenso vielfältig und komplex sind wie die sozialen Folgen und politischen Reaktionen. Die Exkursion veranschaulichte am Beispiel der Schweiz, dass das Schadenspotential von Naturgefahren keinesfalls allein von biogeophysikalischen oder hydrogeologischen oder Prozessen ausgeht, sondern zu großen Teilen von menschlichen Entscheidungen und deren Einbettung in gesellschaftliche und historische Zusammenhänge abhängt. Anknüpfend an aktuelle Diskurse humangeographischer Naturgefahrenforschung wurden im Rahmen der Exkursion Naturgefahren als soziales und hochgradig politisches Phänomen und Spannungsfeld betrachtet. Durch Besuche bei wissenschaftlichen Einrichtungen und Gespräche mit Gastreferent*innen (z.B. Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik, Wissenschaft) wurde ein Einblick in die praktische Umsetzung aktueller Konzepte des Naturgefahrenrisikomanagements vermittelt. Verbunden mit kleineren empirischen Arbeiten an ausgewählten Standorten, wurden globale und regionale Entwicklungen (z.B. Klimawandel, demographischer Wandel, Strukturwandel, Migration, kulturelle und politische Dynamiken) mit den kontextspezifischen Handlungs- möglichkeiten und Praktiken unterschiedlicher Akteure in Bezug gesetzt. Inhaltlich standen bei der Exkursion die Untersuchung sozioökonomischer Folgen von Naturgefahren auf lokaler und regionaler Ebene sowie die kritische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen aktueller und historischer Machtverhältnisse auf den Umgang mit Naturgefahren im Vordergrund.

Inhaltliche Schwerpunkte waren:

  • Physisch-geographische Grundlagen alpiner Naturgefahren
  • Entwicklung des Naturgefahrenrisikomanagements auf verschiedenen Verwaltungsebenen
  • Rolle von Wissen und Wissenschaft, aktuelle Entwicklungen der Naturgefahrenforschung
  • Aktuelle politische Diskurse zum Umgang mit Naturgefahren
  • Machtstrukturen und Akteurskonstellationen im Naturgefahrenrisikomanagement
  • (Neue) Herausforderungen und Konflikte im Naturgefahrenrisikomanagement
  • Katastrophenvorsorge im Zeichen des Klimawandels
  • Biosphärenreservate als Akteure der Katastrophenvorsorge und der Klimawandelanpassung
  • Bedeutung von Naturgefahren in der ländlichen Entwicklung und Regionalplanung

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