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Exkursionen im MSc. Globaler Wandel

Das Modul Internationale Dimensionen des Globalen Wandels umfasst eine 1-2 wöchige Exkursion. Bitte beachten Sie, dass die Exkursionsplanung in Abhängigkeit der Jahrgangsgröße, aktueller Forschungsprojekte, der Lehrkapazitäten und kontextueller Umstände sehr komplex ist. Es kann daher nicht garantiert werden, dass eine ausgewogene Auswahl angeboten wird und dass alle Studierende einen Platz in ihrer Wunschexkursion erhalten.

Weitere Informationen zu Geländeveranstaltungen und Fernreisen im Studium

Wichtige Hinweise (Covid-19):

Wir bitten Sie zu beachten, dass es in Abhängigkeit von pandemiebezogenen Entwicklungen zu Abweichungen von den genannten Exkursionszielen, -zeiten, -routen und -formaten kommen kann. Gegebenenfalls wird es notwendig sein, die Exkursionen als hybride Veranstaltungen mit Präsenz- und Onlineanteilen oder in rein digitaler Form ohne Besuche vor Ort durchzuführen.

Exkursionen für den Jahrgang 2022/23

Thailand & Kambodscha: 16.02. - 01.03.2023

Thailand & Kambodscha, geplanter Zeitraum: 16.02. - 01.03.2023

Prof. Dr. Annika Mattissek, Robert John, Prof. Dr. Paul Reuber

Südostasien ist derzeit von massiven gesellschaftlichen Umbrüchen gekennzeichnet, in denen sich vielfältige Einflüsse und Prozesse des globalen Wandels spiegeln: Bevölkerungswachstum, hohe Urbanisierungsraten und Landflucht, ein starkes Wirtschaftswachstum, ein vor der Corona-Pandemie boomender Tourismus und der Einfluss Chinas sind allgegenwärtig. Gleichzeitig zeigen sich auch die Schattenseiten (ökonomischer) Entwicklung, z.B. in Form von gravierenden sozialen und politisch-geographischen Polarisierungen sowie Umweltveränderungen und -schäden in unterschiedlichsten Bereichen (Entwaldung, Flächenversieglung, Veränderungen von Flüssen und Küsten durch Sandabbau etc.). Die Exkursion behandelt diese Themenbereiche und Spannungsfelder an unterschiedlichen Beispielen innerhalb der urbanen und ruralen/peripheren Regionen Thailands und Kambodschas (mit einem Schwerpunkt auf Kambodscha) und bezieht dabei auch Termine mit lokalen Akteuren und Institutionen ein. Theoretisch und methodisch greifen wir auf unterschiedliche Ansätze der Globalisierungsforschung und der Politischen Geographie, sowie auf qualitative und ethnographische Methoden zurück.

Die Exkursion finden in Kooperation mit der Universität Münster (Prof. Dr. Paul Reuber) statt, d.h. die Exkursionsgruppe ist aus Studierenden beider Universitäten zusammengesetzt.

Kosten: Die Studierenden reisen selbständig nach Bangkok (Thailand) an, die Exkursion endet in Kambodscha. Die Kosten für Übernachtungen, Transport vor Ort in Kambodscha, Eintritte, Führungen und Arbeitsmaterialien werden sich auf ca. 800 EUR belaufen.

 

Die Alpen: 06.08. - 16.08.2023

Die Alpen, geplanter Zeitraum: Spätsommer 2023

JProf. Dr. Jan Blöthe

Kurzbeschreibung

Der Aspekt des Klimawandels und dessen Folgen im Alpenraum stehen im Vordergrund der physisch-geographischen Themenkomplexe, die während der 14-tägigen Exkursion behandelt werden. Neben Gletscherschwankungen, Permafrostdegradation, gravitativen Massenbewegungen und alpiner Sedimentdynamik werden auch Aspekte der Wechselwirkungen dieser natürlichen Prozesse mit dem Menschen thematisiert. Vor allem dem Umgang mit Naturgefahren, sowohl katastrophalen Ereignissen, als auch schleichenden Veränderungen, wird im Zentrum der Exkursion stehen.

Die Exkursionsroute wird voraussichtlich von Freiburg über die Schweiz (Rhonetal) und Österreich (Inntal, Hohe Tauern) bis zur Zugspitze führen (Wettersteingebirge). Die Route wird mit Kleinbussen (PKW) zurückgelegt, die Übernachtung erfolgt in Hotels, Ferienwohnungen und Alpenvereinshütten, neben Seilbahnfahrten stehen auch Wanderungen im alpinen Hochgebirge auf dem Programm.

Kosten:Für Übernachtungen, Transport (gesamte Exkursionsstrecke), Eintritte, Seilbahnfahrten, etc. werden sich die Kosten auf ca. 800-900 € pro Person belaufen. Hinzu kommen selbst zu tragende Kosten für die Verpflegung.

Ghana: 06.08. – 19.08.2023

Ghana, geplanter Zeitraum: August 2023

Prof. Dr. Hartmut Fünfgeld, Friedrich Neu

Kurzbeschreibung

Die Republik Ghana wird aus Sicht der europäischen internationalen Politik immer wieder als „Musterland Afrikas“ bezeichnet. Wie kaum ein anderes Land Westafrikas verkörpert Ghana die zielstrebige Realisierung von Entwicklungspotenzialen mit Hilfe von Demokratisierung und Modernisierung nach den Vorstellungen multilateraler Institutionen der internationalen Zusammenarbeit. Vor Beginn der Corona-Pandemie war Gha-nas nationale Wirtschaftsproduktion nicht nur die zweitgrößte in Westafrika; Ghana zählte auch zu den zehn am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften weltweit. Diese rasante Entwicklung blieb jedoch nicht ohne Folgen: wenngleich in Ghana große Fortschritte bei der Armutsbekämpfung zu verzeichnen sind, profitieren nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen von Wirtschaftswachstum und der Verbesserung der Le-bensbedingungen. Ghana weithin als gefestigte Demokratie; dennoch liefern soziale Ungleichheit und be-ständige Machtungleichgewichte Anhaltspunkte, um die Erfolgsgeschichte Ghanas kritisch zu hinterfragen. Inhaltlicher Fokus der Exkursion wird die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen der Nutzung natürlicher Ressourcen im Süden und im Zentrum Ghanas sein, die im Spannungsfeld von postkolonialen Entwicklungspfaden, Fragen der Umweltgerechtigkeit und Dynamiken des Globalen Wandels thematisiert und diskutiert werden soll. Die teilnehmenden Studierenden werden die Möglichkeit haben, sich ein grund-legendes Verständnis aktueller gesellschaftlicher, ökonomischer und ökologischer Veränderungsdynamiken in Ghana zu erarbeiten. Dabei werden Konflikte um Ressourcennutzung, soziale Gerechtigkeit und globaler Umweltwandel anhand von Fallbeispielen und im Austausch mit relevanten Akteuren vor Ort thematisiert. Ausgangspunkt der Exkursion wird die Hauptstadt Accra sein, mit geplanten Aufenthalten in den Küstenre-gionen sowie in der Ashanti-Region.

Die Lehrveranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Department of Geography and Resource Develop-ment der University of Ghana durchgeführt.

Kosten: Die Studierenden reisen selbständig zum Start- und Endpunkt Accra an und ab. Die Kosten für Übernachtungen, Transport vor Ort in Ghana, Eintritte, Führungen und Arbeitsmaterialien werden sich auf ca. 800 EUR belaufen.

Exkursionen für den Jahrgang 2021/22

Die Alpen: 12.09. - 23.09.2022

Die Alpen, geplanter Zeitraum: 12.09. - 23.09.2022

JProf. Dr. Jan Blöthe

Kurzbeschreibung

Der Aspekt des Klimawandels und dessen Folgen im Alpenraum stehen im Vordergrund der physisch-geographischen Themenkomplexe, die während der 10-12-tägigen Exkursion behandelt werden. Neben Gletscherschwankungen, Permafrostdegradation, gravitativen Massenbewegungen und alpiner Sedimentdynamik werden auch Aspekte der Wechselwirkungen dieser natürlichen Prozesse mit dem Menschen thematisiert. Vor allem der Umgang mit Naturgefahren, sowohl katastrophalen Ereignissen als auch schleichenden Veränderungen, wird im Zentrum der Exkursion stehen.

Die Exkursionsroute wird voraussichtlich von Freiburg über die Schweiz (Rhonetal) und Österreich (Inntal, Hohe Tauern) bis zur Zugspitze führen (Wettersteingebirge). Die Route wird mit Kleinbussen (PKW) zurückgelegt, die Übernachtung erfolgt in Hotels, Ferienwohnungen und Alpenvereinshütten, neben Seilbahnfahrten stehen auch Wanderungen im alpinen Hochgebirge auf dem Programm.

Kosten: Für Übernachtungen, Transport (gesamte Exkursionsstrecke), Eintritte, Seilbahnfahrten, etc. werden sich die Kosten auf ca. 800-900€ pro Person belaufen. Hinzu kommen selbst zu tragende Kosten für die Verpflegung.

Südfrankreich: Terminänderung! 29.08. - 09.09.2022

Südfrankreich, geplanter Zeitraum: 29.08. - 09.09.2022

Prof. Dr. Tim Freytag

Kurzbeschreibung

Mit Schwerpunkten in Perpignan und Montpellier werden verschiedene humangeographische Aspekte der städtischen Entwicklung behandelt. Ein besonderes Interesse gilt in Perpignan der teilweise durch Armut der Bevölkerung geprägten Innenstadt und deren Transformationsprozessen sowie dem universitätsnahen Quartier Moulin-à-Vent. Weiterhin werden von Perpignan aus zwei Tagesexkursionen in die Umgebung des Roussillon im Binnenland und an der Küste unternommen. In Montpellier befassen wir uns v.a. mit der Sanierung und Entwicklung der historischen Innenstadt, der Entstehung neuer Stadtteile sowie Einkaufs- und Erlebniszentren, der besonderen Rolle von Star-Architektur sowie den aktuellen Plänen für die weitere Entwicklung des Agglomerationsraums einschließlich des Küsten- und Tourismusortes La Grande-Motte.

Kosten: Für Übernachtungen, Transport vor Ort im Exkursionsgebiet, Eintritte etc. werden sich die Kosten auf ca. 600-700 € pro Person belaufen. Hinzu kommen selbst zu tragende Kosten für die Hin- und Rückreise (ca. 200 Euro) und Verpflegung..

Frühere Exkursionen

Südfrankreich: 23.03. bis 04.04.2021

Südfrankreich

Prof. Dr. Tim Freytag

Kurzbeschreibung

Mit Schwerpunkten in Perpignan und Montpellier wurden verschiedene humangeographische Aspekte der städtischen Entwicklung behandelt. Ein besonderes Interesse galt in Perpignan der teilweise durch Armut der Bevölkerung ge- prägten Innenstadt und deren Transformations- prozessen sowie dem universitätsnahen Quartier Moulin-à-Vent. Weiterhin wurden von Perpignan aus zwei Tagesexkursionen in die Umgebung des Roussillon im Binnenland und an der Küste unternommen. In Montpellier hatten wir uns v.a. mit der Sanierung und Entwicklung der historischen Innenstadt, der Entstehung neuer Stadtteile sowie Einkaufs- und Erlebniszentren, der besonderen Rolle von Star-Architektur sowie den aktuellen Plänen für die weitere Entwicklung des Agglomerationsraums einschließlich des Küsten- und Tourismusortes La Grande-Motte befasst.

Die Exkursion ist als digitale Veranstaltung durchgeführt worden. Neben thematischen Inputs von Studierenden und Dozierenden, Filmen und anderen Erschließungsmaterialien und interaktiven Formaten wurde versucht, auch Expert*innen aus Frankreich zu integrieren.

Ostdeutschland: 01.03. bis 12.03.2021

Ostdeutschland

Prof. Dr. Annika Mattissek, Robert John

Kurzbeschreibung

Auch gut 30 Jahre nach der Wende sind Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland in Diskursen, Praktiken und Politiken virulent. Diese zeigen sich sowohl in persistenten Stereotypen und räumlichen Imaginationen, als auch in pfadabhängigen, geographisch relevanten Entwicklungen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Die Exkursion thematisierte ausgewählte Aspekte des globalen Wandels anhand von Beispielen aus Ostdeutschland und zeigte dabei auf, wie hier im Zusammenwirken zwischen globalen, nationalen und regional-lokalen Logiken und Pfadabhängigkeiten kontextspezifische Dynamiken entstehen. Konkret beschäftigten wir uns u.a. mit Fragen des Strukturwandels in den Bereichen Industrie, Landwirtschaft und Stadtentwicklung, rechten Bewegungen und Gegenbewegungen, Migration und der Rolle und Transformation der Braunkohlewirtschaft.

Die Exkursion ist als digitale Veranstaltung durchgeführt worden. Neben thematischen Inputs von Studierenden und Dozierenden, Filmen und anderen Erschließungsmaterialien und interaktiven Formaten kamen dabei insbesondere auch Expert*inneninputs- und -interviews zum Einsatz.

Die Exkursion fand in Kooperation mit der Universität Münster (Prof. Dr. Paul Reuber) statt, d.h. die Exkursionsgruppe war aus Studierenden beider Universitäten zusammengesetzt.

Schweiz: 04.10. bis 17.10.2021

Schweiz

Prof. Dr. Hartmut Fünfgeld, Anna Rudloff

Kurzbeschreibung

Weltweit stellen sogenannte Naturgefahren wie Stürme, Überschwemmungen oder Erdrutsche Menschen vor Herausforderungen, deren Ursachen ebenso vielfältig und komplex sind wie die sozialen Folgen und politischen Reaktionen. Die Exkursion veranschaulichte am Beispiel der Schweiz, dass das Schadenspotential von Naturgefahren keinesfalls allein von biogeophysikalischen oder hydrogeologischen oder Prozessen ausgeht, sondern zu großen Teilen von menschlichen Entscheidungen und deren Einbettung in gesellschaftliche und historische Zusammenhänge abhängt. Anknüpfend an aktuelle Diskurse humangeographischer Naturgefahrenforschung wurden im Rahmen der Exkursion Naturgefahren als soziales und hochgradig politisches Phänomen und Spannungsfeld betrachtet. Durch Besuche bei wissenschaftlichen Einrichtungen und Gespräche mit Gastreferent*innen (z.B. Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik, Wissenschaft) wurde ein Einblick in die praktische Umsetzung aktueller Konzepte des Naturgefahrenrisikomanagements vermittelt. Verbunden mit kleineren empirischen Arbeiten an ausgewählten Standorten, wurden globale und regionale Entwicklungen (z.B. Klimawandel, demographischer Wandel, Strukturwandel, Migration, kulturelle und politische Dynamiken) mit den kontextspezifischen Handlungs- möglichkeiten und Praktiken unterschiedlicher Akteure in Bezug gesetzt. Inhaltlich standen bei der Exkursion die Untersuchung sozioökonomischer Folgen von Naturgefahren auf lokaler und regionaler Ebene sowie die kritische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen aktueller und historischer Machtverhältnisse auf den Umgang mit Naturgefahren im Vordergrund.

Inhaltliche Schwerpunkte waren:

  • Physisch-geographische Grundlagen alpiner Naturgefahren
  • Entwicklung des Naturgefahrenrisikomanagements auf verschiedenen Verwaltungsebenen
  • Rolle von Wissen und Wissenschaft, aktuelle Entwicklungen der Naturgefahrenforschung
  • Aktuelle politische Diskurse zum Umgang mit Naturgefahren
  • Machtstrukturen und Akteurskonstellationen im Naturgefahrenrisikomanagement
  • (Neue) Herausforderungen und Konflikte im Naturgefahrenrisikomanagement
  • Katastrophenvorsorge im Zeichen des Klimawandels
  • Biosphärenreservate als Akteure der Katastrophenvorsorge und der Klimawandelanpassung
  • Bedeutung von Naturgefahren in der ländlichen Entwicklung und Regionalplanung

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